08 April 2010

Es grünt so grün...




Gut, ganz kann ich mich auch nicht diesem Hype um das neu wachsende Grün entziehen. Ich habe mich selbst erwischt, wie ich einfach so ein Plümschen fotografiert habe, weil man diese Farben der Natur über den langen Winter doch irgendwie vermisst hat. Das muss wohl irgendein innerer Trieb sein. Also sind wir heute losgezogen und haben uns den Park in Großkochberg einfach so mal angeschaut, ich natürlich schwer mit meiner K-x (460 Gramm ohne Batterien) samt Kitlinse DAL 50-200 bewaffnet. Diese Scherbe ist wirklich ein Graus, so richtig scharf will sie nicht werden und jede Kontrastkante erglüht in tausend ungewollten Farbrändern. Wahrscheinlich habe ich eine Montagsproduktion erwischt. Wenn man Glück hat und ein wenig rumprobiert, bekommt man aber doch das eine oder andere ordentliche Foto hin. Guckst Du halt mal hier: Klick.

05 April 2010

Volles Rohr HDR


Sie hat mich wieder einmal gepackt, die Lust alles um mich herum in HDRs zu verwandeln. Kann dann auch mal ganz lustig aussehen, wie hier z. B.

Ansonsten habe ich mich wieder einmal an der Rudolstädter Heidecksburg aus getobt, sowohl das Ambiente als auch die Aussichten bei nahem Sonnenuntergang verführen zum fotografischen Dauerfeuer. Diesmal waren wir zu sechst unterwegs (Phillip. Robert, Richard, Edgar, Dennis und ich in einem Mazda mpv), zwar Feiertags, aber deswegen auch völlig ungestört beim Knipsen. Hier sind einige Ergebnisse zu sehen (alle Fotos mit Pentax K-X und Billig- Kitobjektiv DAL 18-55 zu 71,89 Euro): Klick.

01 April 2010

Wege und Ebenen- Teil 1

Auf einem kurzen Streifzug durch die unmittelbare Umgebung von Gorndorf Richtung Unterwellenborn und Kamsdorf habe ich wieder einmal versucht, verschiedene Ebenen in einem Foto zusammen zu führen. Am einfachsten ist dies durch eine Verkürzung der Perspektive zu erreichen. Dazu benötigt man allerdings ein gutes Teleobjektiv, dass ich leider nicht dabei hatte. Also bleibt mir in der Regel nichts weiter übrig, als die gesuchte Linienführung aus dem vorhandenen Bild heraus zu schneiden. Das sieht dann mitunter etwas gewöhnungsbedürftig aus. Zum Beispiel so:So ungeheuer viele Motive ergeben sich in unserer Gegend eher nicht, vielleicht mehr in den Bergen, wo man von der Kuppe des einen Hügels auf die des nächsten schauen kann. Mit dem Teleobjektiv könnte man da (natürlich bei weitaus besserer Qualität) in etwa folgenden Blick heraus arbeiten:
Diesem Thema werde ich mich in nächster Zeit öfter widmen, einfach mal wieder rein schauen.

31 März 2010

Oppurg in der blauen Stunde




Gestern abend quetschten wir uns zu viert in Nicos kleinen Mazda und fuhren in der festen Absicht Richtung Oppurg, das uns bei Tageslicht schon bekannte Schloss in der blauen Stunde abzulichten. Nach einer wirren Irrfahrt durch Pößnecks neue und alte Einbahnstraßen, Umleitungen und Sperrungen kamen wir auch nach fast einer Stunde in Oppurg an, fotografierten dass sehr schön beleuchtete, einsame Schloss und machten uns frohgemut auf den Heimweg. Das ging auch solange gut, bis wir an den Toren Pößnecks nach Saalfeld umgeleitet wurden. Zu unserem Erstaunen führte die "Umleitung" der normalerweise ca. 20 Kilometer langen Strecke über Orlamünde und Rudolstadt entlang des Saaletals. Dabei legten wir in etwa einer Fahrstunde dank Nicos Fahrkünsten über 60 km zurück. Feine Sache. Auf diese Weise werden Touristen von der A9 kommend, die Schönheit Thüringer Bundes- und Landstraßen besser kennen lernen und sicher zu schätzen wissen. Da macht das Geschwätz vom Klimawandel endlich mal richtig Sinn, wenn die verantwortlichen Beamten in ihrer persönlichen Klimabilanz stolz auf den eigenen Beitrag zur Erderwärmung verweisen können. Glücklicherweise gibt es für Beamte keine Verantwortlichkeit jedweder Art vor dem Bürger- den Verordnungen, Gesetzen und Durchführungsbestimmungen sei' s gedankt. Friede ihrem Büroschlaf!
Fotos gibts hier: Klick.

28 März 2010

Erfahrungsbericht und Testfotos von der Canon Powershot G11

(Foto: Canon 5D Mark II mit EF 17-40/4 L, ISO 3200)
Seit einigen Wochen hatte ich Gelegenheit, die neue Canon Powershot G11 auf Herz und Nieren zu prüfen und möchte an dieser Stelle meine ersten Erfahrungen und einige Testfotos einstellen. Vielleicht hilft es ja dem Einen oder Anderen bei der Entscheidung für oder gegen diese nicht ganz so kleine Kamera. Denn sie zählt sicher zu den sogenannten Kompaktkameras; ist allerdings mit 112 mm x 76 mm x 48 mm Größe und einem Gewicht von 400 Gramm (zum Vergleich: die Canon 500D wiegt nur 80 Gramm mehr)wohl nicht mehr hosentaschentauglich. Wohl kann sie jedoch locker noch in der Jackentasche mit auf den Spaziergang oder einen kleinen Ausflug genommen werden. Von der Bildqualität her steckt sie locker einige weitaus teurere und größere Spiegelreflexkameras weg und ist deshalb eine ideale Reise- und Reportagekamera für den anspruchsvollen und ambitionierten Hobbyfotografen. Der Preis ist mit durchschnittlich 450 bis 500 Euro indes immer noch recht heftig, viele Einsteiger- Spiegelreflexkameras der bekannten Marken sind da schon samt Kitobjektiv günstiger zu haben; sind indes aber auch voluminöser und in den Folgekosten (Anschaffung weiterer Objektive) höher.
Canon hat gegenüber dem Vorgänger Powershot G10 die Pixelzahl auf dem 1/1,7" RGB-CCD-Chip von 15 auf nunmehr 10 Megapixel drastisch und wohltuend reduziert. Dadurch sind die Fotos deutlich rauschärmer und man kann ruhigen Gewissens auch mal in den Bereich von ISO 400, notfalls sogar ISO 800 gehen, soweit man bei den Ausdrucken unterhalb 20 x 30 cm bleibt. Ausgelegt für maximal ISO 3200 ist die Nutzung derartiger Empfindlichkeiten aber zu vermeiden, nicht nur dass die Fotos dann schon extrem rauschen und verpixeln, nein Canons interne Bügelmaschine arbeitet dann so heftig, dass sämtliche Details in einem wüsten Gematsche enden.
Zu den weiteren Äußerlichkeiten, die positiv ins Auge springen: der vollbewegliche Bildschirm, früher in Canons G- Klasse üblich, ist wieder verbaut worden. Hier ein 2,8" TFT-LCD-Monitor mit stolzen 461.000 Bildpunkten; Schärfebeurteilung der geschossenen Fotos anhand des Bildschirms sind kein Problem mehr. Das Verschwenken des Bildschirms ist für viele Situationen und insbesondere für Makrofans (Nahaufnahmen gehen ab 1 cm Motiventfernung) eine feine Sache. Die Optik ist herausragend, wie in allen Powershots der G- Serie, hier ein 5-fach Zoom, 28 bis 140 mm weit. Das sollte für 90 % aller alltäglichen Situationen voll ausreichen. Belichtungszeiten von 1/4.000 s bis 15 s sind möglich. Die Anfangslichtstärke im Weitwinkelbereich beträgt 2,8. Soweit einige technische Rahmenbedingungen.
Wie verhält sich die Kamera nun im Fotografenalltag?
Sie liegt gut in der Hand, auch größere Pranken kommen mit den Knöpfen und dem Rad zurecht. Vieles lässt sich mittels Drehrädern einstellen: ISO- Zahl, Programme, Belichtung, mehr als mit mancher DSLR möglich ist. Das Menü ist übersichtlich und, wer schon Canon hat, findet sich ohne Probleme zurecht. Die Bildqualität ist überragend und mit einer Einsteiger- DSLR auf jeden Fall vergleichbar. Hier links mit 28mm der Weitwinkel und rechts das gleiche Motiv mit 140mm Telebereich fotografiert. Die interne Bildverarbeitung greift im bereich niedriger ISO- Zahlen kaum ein und demzufolge erscheinen die Fotos auch bei 100%ger Darstellung sehr detailreich und scharf. Auf folgenden Fotos habe ich eine 100%- Darstellung des linken und des rechten Randes herausgeschnitten. Man erkennt, das die Bildqualität in Abhängigkeit von der Lichtsituation unterschiedlich gut ist.
Rechts sind deutlich Beugungseffekte und Lichtsäume am Baum und den weißen Eiern erkennbar. Solche Effekte halten sich jedoch in Grenzen, wie man an unten eingestellten 100%- Detail- Ausschnitten sehr gut erkennen kann. Selbst um ausgesprochen dünne Objekte, wie Stromleitungen sind keine deutlichen "purple frings" zu finden. Einzeln stehende Objekte, wie der Lichtmast zeigen ebenfalls wenig Lichtbeugungen. Genauso gut gelöst ist die Herausrechnung der Verzeichnungen im Weitwinkelbereich, die eigentlich kaum wahrnehmbar sind. Wenig sinnvoll erscheint der eingebaute vierfache Digitalzoom. Hier wird schlichtweg nur das vorhandene optische Abbild in jedem einzelnen Pixel vergrößert, was logischerweise zu starker Unschärfe des letztendlichen Abbildes führt. Glücklicherweise kann man diesen Zoom im Menü ausstellen. Im Fotoordner Canon G11 habe ich zum Beleg ein Foto mit 140mm Brennweite aufgenommen und anschließend den Digitalzoom hinzugeschaltet. Das Ergebnis ist erwartungsgemäß schlecht.
In den nächsten Tagen werde ich noch einige Fotos zusammen stellen, die bei ausgesprochen schlechten Lichtverhältnissen entstanden sind. Auch die Qualität des Blitzes, die Fähigkeiten der Kamera bei Langzeitbelichtungen sollen Themen eines zweiten Berichtes zur Canon Powershot G11 sein. Dann auch einige Worte zur passenden Tasche und diversen Extras zur Kamera. Hier sind bereits einige Fotos mit der Kamera eingestellt, weitere werden folgen: Klick.

Nach der Arbeit unterwegs




Nach getanem Tageswerk bin ich gestern abend noch mal eine Runde mit dem Auto gefahren. Mit dem letzten Rest Benzin im Tank und dem letztem Sonnenlicht am Horizont habe ich sowohl auf der Eisenstrasse Richtung Kamsdorf als auch auf halbem Wege nach Knobelsdorf noch einige Fotos auf den Sensor gebannt, bevor es richtig kalt und ungemütlich wurde. Mich fasziniert die Natur, die eigentlich keiner sehen mag, weil sie nicht bunt, grün und duftig ist. Irgendwie hat der Wald dieser Tage den Charakter eines Friedhofes, alles ist bis auf das unentwegte Gluckern und Rauschen der Bäche und Flüsse seltsam still. Nur selten hört man einen Vogel zwitschern, meist nur das Krächzen von Dohlen und Raben. Doch auf den Feldern grünt schon die neue Saat und es wird nicht lange dauern, noch zwei, drei Wochen, dann sieht man auch in den Wäldern überall neues buntes Leben und Treiben. Hier sind ein paar Fotos von gestern abend (alle mit Canon 5D Mark II und EF 17-40/4 L, sowie EF 70-200/4 L): Klick.

26 März 2010

Allein und zu zweit im Wald




In unseren thüringer Wäldern herrscht momentan noch ziemliche Farblosigkeit. Laub und Holzreste des Winterbruches türmen sich, das Tauwasser lässt den Waldboden rund um die angeschwollenen Bäche und Flüsse versumpfen- ein recht tristes Einerlei aus grau und braun. Trotzdem habe ich mich alleine längs der Sormitz und zusammen mit Nico im Gißratal hinter Reschwitz auf die Suche nach ersten Fotomotiven jenseits von Krokussen und Ostergras (das fotografiert ja im Augenblick wohl jeder) gemacht. Herausgekommen sind kühle, düstere und stille Bilder einer Natur im Spätwinterschlaf. In wenigen Wochen wird hier jedoch das wieder erwachte Leben toben und dann werden wir nachschauen, was sich in der Zwischenzeit getan hat.
Fotos (mit Canon 5D Mark II und Tamron 28-75/2.8) gibts hier: Klick.

21 März 2010

Regen- Wald mit wenig Sonne




Heute Nachmittag bin ich mit Volker in die unergründlichen Höhen und Tiefen des gruseligen Thüringer Schiefergebirges vorgedrungen, dorthin wo noch nie eines Menschen Fuß gelangt ist. Na ja das ist jetzt leicht übertrieben, aber in der Gegend zwischen Lobenstein, Lehesten und Wurzbach bin ich bislang eher noch nicht gewesen. Bedauerlicherweise hatte Petrus kein Einsehen mit unserem frommen Wunsch nach schönen Fotos und jagte uns einen Schauer nach dem anderen über den Rücken, unterbrochen von wenigen Sonnenstrahlen, die sich eher mühsam durch das düstere Grau des Himmels zwängten. Dafür haben wir aber eine Menge Motive erspäht, die wir in den nächsten Monaten garantiert abarbeiten werden. Dann allerdings sollte doch die Sonne scheinen. Hier sind die wenigen ansehnlichen Fotos: Klick.